Angehörigenpflege

«Die Pflege durch pflegende Angehörige ist unprofessionell, da sie Laien sind!»

Pflegende Angehörige bekommen ihre Rolle in der Regel unfreiwillig. Sie können sich nicht mittels Ausbildung darauf vorbereiten. Insofern starten sie als Laien, entwickeln sich aber mit der Erfahrung zu Expert:innen in «ihrem Fall». Mit der Anstellung bei AsFam werden pflegende Angehörige gezielt in ihrer Rolle gestärkt: Sie absolvieren im ersten Anstellungsjahr obligatorisch einen pflegerischen Grundkurs und werden von erfahrenen Pflegefachpersonen begleitet und unterstützt. So werden ihre praktischen Erfahrungen mit fachlichem Wissen verbunden und ihre Pflegekompetenz weiterentwickelt.

«Es werden Tätigkeiten vergütet, die Angehörige ohnehin erbringen würden!»

Pflegende Angehörige von AsFam leisten im Schnitt 1.8 Stunden Grundpflege pro Tag und verdienen damit in der Deutschschweiz ca. 1800 Franken im Monat, im Wallis sind es ca. 1200 Franken im Monat. Für viele pflegende Angehörige macht genau dieser Betrag den Unterschied zwischen finanzieller Stabilität und Armut. Berücksichtigt man zusätzlich die unbezahlte Betreuungszeit – teilweise Tag und Nacht, sieben Tage die Woche-, die nicht vergütet wird, ergibt sich ein sehr tiefer effektiver Stundenansatz – teilweise deutlich unter üblichen Löhnen im Pflegebereich. Für die pflegenden Angehörigen ist die Entschädigung oft knapp, für das Gesundheitssystem insgesamt ist ihre Arbeit jedoch finanziell sehr entlastend.